Modul B5 – Schmerz
Termin: 17.04.-18.04.2026
Kurszeiten:
1. Tag 9.00-16.30 Uhr
2. Tag 9.00-15.45 Uhr
Kursort: Online
Kursleiter: Professor Hannu Luomajoki
Professor Hannu Luomajoki ist Physiotherapeut mit über 40 Jahren klinischer und wissenschaftlicher Erfahrung. Er hat rund 400 Publikationen veröffentlicht, darunter etwa 70 Forschungsartikel, 10 Bücher (u.a. das «Schmerzbuch Physiotherapie» bei Elsevier Verlag), über 100 internationale Kongressbeiträge sowie zahlreiche Fachartikel. Seine Dissertation und Habilitation widmete er dem Thema Rückenschmerzen. Luomajoki war 18 Jahre als Dozent und Professor an der Zürcher Hochschule ZHAW tätig und arbeitet heute als Freelancer, Berater und Kursinstruktor. Während seiner gesamten Karriere war er stets auch klinisch aktiv und leitete über 20 Jahre hinweg eine eigene private Praxis.
Alle Seminarunterlagen werden Ihnen frühestens 7 Tage vor Kursbeginn per E-Mail zugesandt.
Inhalte:
Akute Schmerzen sind häufig verbunden mit einer Verletzung von somatischen oder neuralen Strukturen. Als solche können sie unterteilt werden in primär nozizeptive oder neuropathische Schmerzmechanismen. In Folge der Veränderungen in der Peripherie kommt es physiologisch zu Funktionsveränderungen des zentralen Nervensystems.
Dieser Kurs thematisiert aber auch die mehr chronischen, hartnäckigen Schmerzzustände bei Patienten bei unspezifischen, chronischen Schmerzsyndromen. Ein weiterer Schwerpunkt des Kurses sind die pathobiologischen Mechanismen verbunden mit Output-Dysfunktionen, wie z.B bei Syndromen, die geprägt sind von motorischen oder autonomen Störungen. Sie lernen die unterschiedlichen klinischen Muster der Schmerzmechanismen zu unterscheiden. Sie werden neue Behandlungsstrategien in diesem Bereich kennenlernen, welche auf die Normalisierung des Körperschemas, der Bewegungskontrolle und auf Desensibilisierung hinzielen. Am Beispiel der CRPS lernen Sie, wann und wie diese neuen Methoden eingesetzt werden können.
Lernziele:
- Die Teilnehmenden können die Schmerzmechanismen erklären.
- Sie sind in der Lage, eine vereinfachte Darstellung von schmerzphysiologischen Abläufen, welche als „zentrale Verarbeitung” bezeichnet werden, wiederzugeben
- Sie erkennen am Patient die Mechanismen, welche bei Dysfunktionen dieser schmerzbiologischen Prozesse involviert sind, die dazugehörende klinische Präsentation und mögliche verbundene Risikofaktoren,
- Wie Sie bei Patienten mit Angst und Unsicherheit bei bestimmten Bewegungen verschiedene Strategien zur Normalisierung des Bewegungsverhaltens einsetzen können.
- Die theoretischen Hintergründe des so genannten „Placebo-Effekt”, damit Sie dieses Phänomen besser akzeptieren können und lernen, dessen enormen potentiellen Einfluss auf Ihre Behandlungsergebnisse als positiv zu betrachten.
Kursgebühr:
350 € für DAHTH-Mitglieder
400 € für Nichtmitglieder
Wir empfehlen Ihnen eine Seminarversicherung abzuschließen. Bitte arrangieren Sie diese eigenständig.



